Schon wieder sind 2 Monate vergangen seit meinem letzten Eintrag...hups =)  Verfasst: Dienstag, den 20. Januar 2009 07:45

Wow, ist schon wieder ne ganz schoen lange zeit her, seit ich das letzte mal geschrieben hab. Das heist wir sprechen ueber zwei grosse events die seither vergangen sind. Beide hab ich innherhalb der mauern von Bosco boys verbracht, da die anderen volunteers die hier so in Nairobi sind mich normalerweise vergessen einzuladen, wenn sie sich treffen und ich ohnenhin keine lust hatte mit lauter europaern zu feiern. Da haben wir zum einen weihnachten: Es war im grossen und ganzen wie erwartet, weihnachten kam und weihnachten ging, ohne das ich es gross bemerkt haette. Nicht das wirs nicht gefeiert haben hier in Bosco boys. Wir haben sogar recht grossen aufwand betrieben, all die dekorationen, weihnachtslieder singen und all der spass. Leider konnten fuer mich bei ca 35 grad keinerlei weihnachtsgefuehle aufkommen. Das heist mein fest dieses jahr bestand aus einigen guten mahlzeiten, als abwechslung zu dem normal eher minderwertigen Bosco boys menu (hab ich euch davon schon erzaehlt?) und einem ausflug zum schwimmen. ich muss zugeben, dass ich die winterliche kaelte und solche netten angewohnheiten wie plaetzchen backen und zum weihnachtsmarkt gehen regelrecht vermisst hab. Dafuer werde ich mich naechstes jahr mehr ueber weihanchten und winter im allgemeinen freuen als jemals zuvor =) Sylvester war aehnlich. Der abend begann mit einem 2 stuendigen gottesdienst (ach ja, in Kiswahili, wie auch an weihnachten) danach haben wir tee getrunken in der kaelte der nacht und im endeffekt den eigentlich jahreswechsel verpasst (so mit auf die uhr schauen und zaehlen und so …10…9…8…)naja zwei stunden spaeter als wir alle schon mitten in der disco waren, was eigentlich den meisten spass gemacht hat, hab ich dann nochmal auf die uhr geschaut und den jahreswechsel in meinem zu hause dort oben im kalten Deutschland fuer mich allein eingezaehlt =) Ausserdem hatten wir in den vegangenen zwei wochen besuch von zwei wazungu aus der slovakei, henry und maria. Henry war hier in Bosco boys als volunteer im jahr 2007 und kommt seither fast jede ferien, also alle vier monate zurueck. Dieses mal hat er maria mitgebracht, die vllt auch fuer ein jahr als freiwillige ins ausland will und deshalb interessiert war das projekt zu sehen. Letzten Montag sind sie wieder nach Hause gegangen. Ich wuenschte maria koennte fuer den rest meines aufenthaltes hierbleiben, denn zum einen ist sie ein echt nettes maedchen und ich versteh mich unglaublich gut mir ihr (maedchen ist untertrieben, sie ist 29) und zum anderen ist es echt gut mit nem anderen maedl und dazu nem europaeischen maedl reden zu koennen. Eines der probleme auf die ich hier naehmlich immer stosse, ist, dass es schwierig ist jemanden zum reden zu haben. Zum einen sind hier wie ihr wisst ja nur jungs. Da hab ich zwar auch den einen oder anderen mit dem ich echt gut reden kann aber zum einen ist der kulturelle unterschied immer da und zum anderen der geschlechtliche, das heist manchmal verstehen sie einfach meinen punkt nicht und andererseits gibts einfach dinge ueber die man mit keinem kerl aus keiner kultur reden kann als maedchen =) Zum anderen reagieren meine katholischen aufpasser hier immer sehr allergisch wenn ich ne besondere, freundschaftliche beziehung zu einem der jungs hab, weil die sich sonst welchen unsinn zusammenreimen Mit meinen kollegen kann ich auch nicht reden denn die sind zum groessten teil neidvolle laestermaeuler, obwohl sie normalerweise immer freundlich laecheln. Eine krankheit von Bosco boys ist, das keiner keinem traut und wenn mans doch tut wird man meistens enttaeuscht. Die afrikanischen maedels die ich hier so treffe, sind auch nicht besonders als freundinnen geeignet, da sie noch schlimmer sind als die Lehrer… Das heist trotz allem nicht, dass ich hier niemanden zum reden hab, aber es versteht einen eben keiner besser als jemand der aus der selben kultur kommt. Im allgemeinen nagt momentan ein starkes gefuehl der unmotivation an mir, aber da ich gehoert hab das das normal sein soll, so um die weihnachtszeit also fast zur halbzeit, hoff ich einfach mal das das bald wieder vorbei geht. Im dezember bin ich uebrigens auch nicht gereist, da ich leider niemanden hatte mit dem ich mir haette vorstellen koennen zu reisen und zum anderen wie vorher schon erwaehnt, wenn die anderen volunteers trips machen, sagen sie mir nicht bescheid. Um ehrlich zu sein geb ich nicht besonders viel auf die gesellschaft der anderen die momentan hier sind, denn ich hab festgestellt, dass ich ein ganz anderes afrika kennen gelernt hab als die anderen und ich mich deshalb fehl am platz fuehle, wenn ich mit ihnen unterwegs bin. Ich glaube alle von ihnen leben in mehr oder weniger reichen gastfamilien, ihr projekt ist nur ihr arbeitsplatz und in ihrer freizeit unternehmen sie meistens was mit anderen weissen. Fuer mich ist das anders. Mein projekt ist mein zu hause und meine freunde sind die jungs. Und der unterscheid zwischen meinen afrikanischen freunden also den jungs und deren afrikanischen freunden ist, dass meine nichts haben. Das heist, kein geld, manche kein richtiges zu hause und obwohl die jungs echt sauber sind haben ihre klamottn und schuhe eben oft loecher weil kein geld fuer neue da ist. Ich hab eine seite von kenia kennen gelernt, die die meisten der anderen vllt nur ein oder zweimal zu gesicht bekommen haben seit sie hier sind, und vor dem viele von ihnen zurueckschrecken, weil sie beispielsweise angst haben, von dem essen und dem wasser krank zu werden und sich in gegenden zu bewegen, die als gefaerlich fuer europaer gelten, es aber eigentlich nicht sind. Die anzahl der annehmlichkeiten in meinem leben hat sich seit ihr hier bin verglichen mit Deutschland deutlich verringert und obwohl ich viele sachen mehr oder weniger vergessen habe, wie zum beispiel kino, shoppen (ich hab mir seit ich hier bin keine einzige neue klamotte gekauft), auto fahren, europaeisches essen, internet im zimmer und solche spaesse um nur ein paar zu nennen, ist es ab und an schwierig, denn den ein oder anderen luxus beginnt man nach einiger zeit doch sehr zu vermissen. Das ist ein anderer grund, warum mir der besuch von maria aus der slovakei gerade jetzt in meiner durchhaengerzeit echt gut getan hat. Wenn man zb einfach mal zusammen in den supermarket gehen kann und ne tafel schokolade fuer 115 shilling kaufen und zusammen essen und plaudern kann, da man weiss das dieser preis fuer den anderen so bezahlbar ist, wie fuer einen selbst und man vergisst das einen am tag vorher auf der strasse ne junge frau mit baby nach was zum essen gefragt hat und man ihr die halbe portion pommes, deren andere haelfte man gerade gegessen hat, gibt, weil man weiss das man spaeter noch was anderes essen kann. Sie nicht. Jetzt hab ich mal wieder ganz schoen viel und irgendwie ein bisschen zusammenhanglos geredet. Wuensch euch allen die meinen berichten treu folgen obwohl ich nur alle naselang schreibe und allen anderen trotzdem noch ein frohes neues jahr, auch wenns schon zwei wochen alt ist und bis zum naechsten mal!
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3 Kommentar(e)

  • Caro Wambui

    Do, den 22. Jan 2009 14:47

    hey regina und katze,
    danke fuer eure teilnahme =) ich glaube auch das es bald wieder vorbei geht dieses tief, und ich glaube auch das es danach noch viel besser wird!!
    liebe gruesse nach hause
    eure caro

  • Katharina(Katze) mailto

    Di, den 20. Jan 2009 20:09

    Hey Caro freut mich das du wieder zeit gefunden hast einen beitrag zu schreiben. ich hoff dein tief legt sich wieder...und ich finds gut das du, nicht wie die anderen, diese seite von kenia zu gesicht bekommst. ich schließ mich da der regina an. Wünsch dir auch en frohes neues!
    liebe Grüße Katze

  • regina

    Di, den 20. Jan 2009 13:32

    Hey Caro! Ich weiß nicht, ob es viel hilft das zu hören, aber ich kann gut verstehen ,wie es dir immoment geht. klar, kanada ist kein vergleich zu kenia, aber auch ich hatte so um die weihnachstzeit einen durchhänger und wollte am liebsten, dass es so ist wie sonst auch.. das geht aber sehr schnell wieder rum, wenn dann nach dieser zeit der alltag wieder einkehrt. so im märz ist mir dann erst richtig bewusst geworden, dass ich bald schon wieder heim musste, und dann vergisst man schnell solche unangenehmen dinge und genießt nur noch die verbleibende zeit. es ist natürlich schade, dass die anderen so eine unterschiedliche auffassung von ihrem freiwilligendienst haben, andererseits bist du wohl klar im vorteil, weil du auch wirklich was bewirken kannst und weißt, wofür du es tust. und wegen dem reden: telefon und internet ist natürlich nicht das gleiche wie jmdn da zu haben, der das gleiche erlebt, aber du weißt ja, das wir hier alle immer ein offenes ohr haben leibe grüße, regina



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