So…nach fast drei wochen komm ich also mal wieder dazu euch
wissen zu lassen was bei mir hier so passiert. Zwischenzeitlich
waren naemlich meine eltern und mein bruder hier. AM Sonntag, 19.4.
sind sie wieder heil zu hause angekommen Die zwei wochen die wir
hier zusammen verbracht haben waren ereignisreich. Angefangen bei
einigen tagen Nairobi gefolgt von zwei tagen stranderlebnis in
kilifi. Danach sind wir in die zweitgroesste metropole kenias
gefahren, nach mombasa. Dort war es allerdings ziehmlich heiss,
also haben wir unser sightseeing program in einen halben tag
gepresst (gibt auch nicht soo viel zu sehen) und am zweiten tag
sind wir an den diani beach gefahren (weisser puderfeiner
sandstrand, vorne tuerkises meer, warm wie ne badewanne und im
ruecken palmen). Das highlight der zwei wochen war aber die safari.
Erst einen tag im tsavo west nationalpark (zusammen mit tsavo ost
groesster park kenias), der kurz und knapp mit
“landschaftsreiche abwechslung” umschrieben werden
kann, denn schon alleine die vielen verschiedenen farben der erde
sind beeindruckend, wenn man so durchfaehrt. Nur mit den tieren ist
es ein bisschen problematisch wegen der groesse und der vielen
baeume. Deshalb gings am zweiten tag dann auch zum amboseli
nationalpark, der landschaftlich das ziehmliche gegenteil ist
(flach wie ein brett und nahezu keine beaume) und sehr tierreich.
Hier haben wir zebras, gnus, verschiedene antilopen und gazellen,
bueffel, hippos, hyaenen, geier und so viele andere tiere gesehen.
Ausserdem, und das war das beste, sind wir mit einem loewenpaar und
einer elefantenherde so richtig auf tuchfuehlung gekommen, man
konnte sie fast schon anfassen. Am dritten tag gings dann auf die
heimfahrt nach Nairobi. Der zweite ausflug hat uns ins
landesinnere, nach naivasha gefuehrt. Der trip war nicht so
ertragreich, denn wir haben am zweiten tag nichts zum uebernachten
gefunden und mussten dann schon wieder nach hause fahren. Am
letzten tag sind wir noch mit einem der jungs zu ihm nach hause
gefahren damit meine family auch mal die realitaet kenias sehen
konnte und nicht nur luxushuetten und nairobi downtown. Samstags
abends hab ich die drei dann wieder zum flughafen gebracht und dann
hiess es “bis in drei einhalb monaten”. Ja, lang dauert
es naemlich nicht mehr bis ich wieder nach hause komm. Mehr als
zwei drittel der zeit sind schon vorrueber. Kaum hatte ich also
meine eltern verabschiedet muste ich sonntags schon wieder zum
flughafen. Diesmal musste ich mich von meinem besten freund
verabschieden. Dominic Edu, einer unserer aeltesten jungs hat sich
naehmlich zusammen mit father Sebastian auf den weg nach indien
gemacht, wo ihn eine komplizierte herzoperation erwartet. Edu wurde
mit einem herzfehler geboren und zwar hat er ein loch in der
herzwand die das sauerstoffreiche und das alte blut trennt und
dieses loch wird mit der zeit groesser. Deshalb wurde es jetzt mit
20 jahren fuer ihn hoechste zeit, sich einer operation zu
unterziehen, da dieses loch ihn sonst sein leben kosten wird. Diese
OP kostet alleine 5000 euro, plus die kosten fuer die vor und
nachuntersuchungen. Warum wird die OP in Indien durchgefuerht? Weil
sie dort sogar plus flugkosten und allem drum und dran billiger
kommt als wenn man sie in keina durchfuehren laesst (und die
medizin in indien ist auf dem neueren stand). Der flug fuer Edu
wurde nach gutem zureden von der fluggesellschaft gesponsert also
faellt dieser kostenpunkt schonmal weg. Der rest der kosten muss
durch spenden aufgebracht werden. Auch jetzt wird noch jede
helfende hand benoetigt um einen teil zu den kosten bezutragen.
Auch meine eltern haben sich dazu entschieden 100 Euro zu spenden,
was mich auch persoenlich freut, denn Edu ist einer der
beeindruckensten menschen, die ich jemals kennen gelernt hab. Wenn
ihr also eine hand uebrig habt, mit der ihr ihm helfen koennt,
waere ich euch unglaublich dankbar, von Edu und father Sebastian
ganz zu schweigen. Soviel von mir hier aus Kenia, uebermorgen
faengt die schule wieder an und die regenzeit hat endlich
angefangen also kann ich euch nicht mal so richtig sonnige gruesse
schicken, aber die gruesse gehn auch so.
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