im grossen und ganzen nix neues =)  Verfasst: Freitag, den 19. September 2008 18:59

nur ne kurze nachricht ausm internetcafe in umoja. mir gehts gut. bin heute mittag mal wieder rausgegangen, nachdem ich von sonntag mittag bis heute innerhalb des compound geblieben bin. so wie die borders. by the way: ich liebe meine jungs, dieses projekt ist das beste das mir hat passieren koennen. auch wenn die administration durch den katholischen orden nicht so ganz das wahre ist, wie ich so das gefuehl habe (aber davon wann anders mehr) sind die jungs die hier leben ganz grosses kino =) ich hab viel spass mit denen und sogar maiskoerner abpuhlen macht spass wenn man dabei zusammen in der sonne hockt und quatscht (auch wenn ich mir dabei mit meinen weichen mzungu haenden gleich mal drei blasen an den daumen geholt hab...)

was ich euch noch gar nicht erzaehlt hab ist, dass ich mir vor drei wochen die haare geplaited hab (means geflochten) hab jetzt halbe lines aber die meisten von euch kennen mich mit diesem style ja schon durch pervins kuenste. hier siehts natuerlich n bisschen anders aus und das nicht nur weil ich jetzt 29 statt bisher 9 zoepfe auf dem kopf hab =) hab mir auch erst mal nen sonnebrand aufm kopf eingefangen, dort wo jetzt die scheitel sind. und gleichzeitig hatte ich nen schnupfen. hat ein bisschen was lustiges.

ich bin mittlerweile der super typer. mein job ist es naehmlich, den jungs das tippen beizubringen.dafuer haben wir so ein tolles typing teach programm und damit uebe ich jeden tag wenn mir langweilig ist.

hab beschlossen euch heute was ueber geld zu erzaehlen, also darueber was hier alles so kostet.

also wenn ich mit dem matatu durch die ganze stadt fahre und ca 2h unterwegs bin zahle ich insgesamt 1euro busfair.
wenn ich lecker essen geh, mich gut satt esse und noch ne cola dazu trinke bin ich bei ca 70-90ct
eine tomate kostet 2ct
das flechten meiner haare hat mich 40minuten und 3euro gekostet.
am vergangenen sonntag bin ich mit drei unserer boscoboys und 2 day-scholar maedles nach rongai gefahren (n stadtteil von nairobi) dort haben wir 8 bananen fuer 20ct gekauft und sind spaeter noch lecker essen gegangen. ich hab alle eingeladen (wir waren 6 leute) insgesamt hab ich fuer den gesamten trip ca 6euro gezahlt (fuer alle zusammen)

kein wunder also das wir weissen als mzungu bezeichnet werden (was nicht, wie faelschlicherweise angenommen "weisse person" sondern vielmehr "reiche person" bedeutet) bei 100euro taschengeld von der deutschen regierung und diesesen preise ist das verstaendlich. natuerlich versuche ich niemals den amount meines taschengeldes zu erwaehnen. ist n bisschen seltsam, dasss ich als ungelernter, auslaendischer freiwilliger genauso viel/mehr wie ein kenianischer studierter lehrer bekomme....

so jetzt mach ich mal schluss, denn es ist schon 8pm, das heisst es ist seit einer stunde dunkel und ich muss noch durch die "gefaehrlichen" strassen umojas laufen, ganz allein....mal schauen ob ich angequatscht werde =)

good nighte people cu soon

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mzungu kabisa  Verfasst: Freitag, den 05. September 2008 16:11

Heute ist Freitag, ich bin hier nun schon seit knapp zwei Wochen. Die Zeit vergeht sehr schnell, weil ich eigentlich immer irgendwas zu tun hab. Zum Beispiel die Namen lernen, versucht euch mal die Namen von 200 Jungs zu merken und dazu die passenden Gesichter. Ganz spannend ist der Name Peter. Ich hab immer noch nicht rausgefunden, wie viele Peters es hier eigentlich  gibt, bestimmt ueber 10. Jeder Afrikaner hat neben seinem westlichen (hier meist englischen) Namen noch einen traditionellen. Das kann man mehr oder weniger mit dem vergleichen, was wir als Nachnamen kennen. Daran kann man zB die Peters unterscheiden. Das lustige hierbei ist aber, dass es ganze 4 Peter Mwangi’s gibt, wie man die unterscheidet kann ich mir noch nicht vorstellen…

Tatsache ist, egal, wie die Jungs heissen, sie sind einfach toll.  Schon nach zwei Wochen kann ich mir kein anderes Projekt vorstellen und ich weiss nicht, wie ich nach einem Jahr wieder nach Hause gehen soll. Der Tagesablauf ist sehr strukturiert. Die Jungs muessen morgens um 5.20 Uhr aufstehen (in Zahlen: fuenf Uhr zwanzig). Der Tag sieht so aus

 

5.30 Uhr morning exercise

6.00        study time (also hinsetzen und selbstaendig lernen)

7.00        breakfast

7.45        assembly (das heisst antreten zur Eroeffnung des Schultages)

8.00        lessons

13.00      lunch (unter der woche gibt es jeden mittag “Gideri”, das sind Bohnen und Mais)

14.00      lessons

15.30      work (die Jungs gehen auf die Shamba, in die Staelle der Huehner, Kuehe, Schweine, Hasen oder putzen die Anlage)

16.30      Games (Volley-, Basket- und Fussball oder wahlweise Karate- oder Hockeytraining uvam.)

17.30      bath (es wird jeden Tag geduscht)

18.00      study time

19.30      supper (Abendessen)

20.30      rosary (ist ja ne katholische Einrichtung, deshalb wird jeden Abend Maria angebetet)

Danach gibts News und lustige nigerianische Soaps

Um 22.00 ist schlafenszeit

 

Gebetet wird eigentlich sowieso immer, vor dem Essen, nach dem Essen, vor der Schule, nach der Schule, vor dem ins Bett gehen, nach dem Aufstehen usw.

Mir macht das eigentlich nichts aus, auch wenn ich so gar nicht religioes bin. Ich mach halt mit den ich dabei bin, auch wenn ich die Gebete nicht kann (ausser “father, son and holy spirit, amen”). Die Jungs machen im Allgemeinen ziehmlich viel Sport und sind alle sehr fit und aktiv und vor allem unglaublich froehlich und nett. Und sie sind in allem was sie tun unglaublich gut. Wenn man nicht aufpasst vergisst man ganz schnell, dass diese jungen Menschen alle mal auf der Strasse gelebt haben, aufs schwerste misshandelt wurden, unter Drogen standen, keine Angehoerigen mehr haben und was was weiss ich was fuer Sachen erlebt haben. Nur manchmal, wenn man einem von den kleinen zB ueber den Kopf streichelt, er einen aber nicht sieht und dann bei der Beruehrung so erschrickt als haette man ihm eine gewischt, merkt man, dass manche von ihnen nicht daran glauben das andere Menschen(Erwachsene) ihnen etwas Gutes wollen.

 

Ich steh uebrigens nicht um 5.20 Uhr auf =) Ich schlaf gemuetlich bis gegen 7.00 Uhr, dann geh ich fruehstuecken bei den Salesian Brothers, so mit Toastbrot und Ruehrei und Marmelade und allem, dann leg ich mich nochmal hin und so gegen 9.00 Uhr mach ich mich dann auf den Weg zu meinen Lehrerkollegen um ihnen Guten Morgen zu sagen und n bisschen zu quatschen. Womit wir auch schon beim naechsten Thema sind:

Mein Job

Also ich bin meines Zeichens Computer Teacher. Das bedeutet, ich bringe den Kids bei mti den PC umzugehen, also tippen, Musik hoeren, CD brennen, Filme schauen, Excel, Power Point…alles was ein junger Mensch heutzutage eben so braucht. Ich unterrichte die Klassen 4-6 und die Novizen (Die Alterstufen sind hier in Kenia eigentlich gleich wie bei uns von Klasse zu Klasse. Hier bei den Bosco Boys kanns allerdings passieren, dass in der 6. Klasse ein 18-jaehriger sitzt, weil er eben erst vor 6 jahren, also mit 12 von der Strasse in die Schule kam)

Meine Arbeitszeiten liegen grob zwischen 10 und 15 Uhr wobei das von Tag zu Tag variiiert und ich zwischendurch auch Pausen hab. Das heisst im grossen und ganzen hab ich recht viel Freizeit, aber ich als Lehrerneuling bin darueber ganz gluecklich.

 

Seitdem ich hier bin kommt mir oft der Gedanke, dass derjenige der anfing zu behaupten, Amerika sei das Land der unbegrenzten Moeglichkeiten, nie in seinem Leben in Afrika war. Gestern Abend oeffnete einer der Jung seine Konservendose mit dem Griff eines Loeffels, Matatus fahren hier ohne Bremsen und Tueren durch die Gegend und das sind nur zwei von vielen Beispielen =)

 

Ich werde meinen Bericht an dieser Stelle beenden, es gibt noch viel worueber ich reden koennte, aber fuer heute ists genug.

Hoffentlich hoer ich bald was von dem einenen oder anderen von euch =)

Liebe Gruesse

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so bin schon wieder online =)  Verfasst: Dienstag, den 26. August 2008 11:18

unser camp hat naehmlich immer noch nicht angefangen.

also erst mal ein paar infos ueber meine situation. ich wohne in einer haushaelfte mit noch zwei anderen lehrerinnen der schule.mein zimmer ist ganz ok bis auf die tatsache das meine matratze ein bisschen pseudeo ist und ich eher auf dem lattenrost des bettes schlafe...naja gewoehn mich dran =) die dusche ist warm im gegensatz zu der in der maedchenschule in der wir die vergangenen 2 wochen orientation camp verbracht haben. thomas (der andere freiwillige aus deutschland) und ich essen immer mit den novizen und den fathers zusammen (bei don bosco werden naehmlich auch priester ausgebildet. das essen ist ziehmilich gut. wenn wir in die stadt wollen muessen wir erst mal 3 kilometer schotterweg bis an die naechste richtige strasse laufen. von dort aus nehmen wir ein matatu (klappriger kleinbuss) der uns in ca 30 minuten und fuer 40 bob (ca 40cent) ins zentrum bringt. matatu fahren ist ziehmlich cool =)

wenn wir einkaufen wollen muessen wir ins "zentrum" unseres stadtteils Karen. ebenfalls per matatu (ist nahemlich auch weit entfernt) dort ist es ziehmlich "posh" und im nakumatt (vergleichbar mit handelshof) fuehlt man sich nicht nur der vielen europaeischen produkte wegen wie in D sondern auch wegen der vielen wazungu die dort rumrennen (die weisse kenianer-community die scheinbar zu den schwazen kenianern nur arbeitsverhaeltnisse pflegen).

heute nachmittag faengt also unser camp an. activities like sportwettkaempfe, workshops und aehnliches. thomas und ich sollen da wohl in irgendeiner weise dran teilnehmen. wie wissen wir aber noch net =)

am kommenden wochenende wollen wir vlt in die Ngong hills fahren die ganz in der naehe meines projektes sind und von denen aus man laut thomas (der da schon mal war) bei gutem wetter bis zur masaai mara schauen kann....sehr cool.

so genug fuer heute wir gehen uns jetzt erst mal ne portion pommes fuer 40 bob holen.

tutaonana tena - bis bald

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halloele brief info ausm schnellen Icafe in BuruBuru  Verfasst: Sonntag, den 24. August 2008 16:35

buruburu ist naehmlich einer der richtig afrikanischen stadtteile von nairboi. hab ja bisher immer nur die posh areas gesehen und die innenstadt =) hier isses richtig cool schade das ich in karen am anderen ende der stadt lebe. naja 1h und ca 90 bob (sheng wort fuer kenia shilling. sheng ist die jugendsprache kenias) spaeter bin ich hier, sind ca 90 euro ct.

mein peojekt ist cool bin seit gestern dort. aber bald mehr muss naehmlich schon wieder los wieder richtung nach hause weils bald dunkel wird. werde auch bald endlich mal bilder online stellen bis dann.


kwa heri

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wow finally got the chance  Verfasst: Donnerstag, den 21. August 2008 17:54

ok nach 10 tagen kenya die erste nachricht im blog. tut mir echt leid fuer die, die in letzter zeit schnmal reingeschaut haben und nix gefunden haben =)

das internet hier ist nicht das schnellste und da wir immer in der grossen gruppe kommen haben wir nur ne stunde zeit. also briefly:


wir sind 9 freiwillige. 6 deutsche 1 franzose 1 daene und 1 oesterreicher. ziehmixch coole gruppe. bilder kann ich euch leider noch nicht zeigen weil es unfassbar lang dauert bilder hochzuladen., dafuer muss ich noch ne andere nmoeglichkeit suchen.

zum projekt: ich war sonntag bvor ner woche da weil unser projektleiter fuer ne weile weg geht und mich und den abnderen der auch noch uins projekt geht kennen lernen wolte. ich werde mit zwei anderen lehrerinnen zusammen. ich werde computer unterricht geben. die pcs dort sind der hammer. total modern (nur internet ist noch nicht vorhanden...noch) soviel dazu

essen: mmma mia wir kriegen seit 10 tgen das selbe. 2 mal am tag warm und 2 mal am tag das ggleiche: ugali, reis und ne braune sosse mit fleisch karotten und kartoffen. an gluecklichen tagen haben wir auch mal huenhcen oder ne andere sosse...kommt aber selten vor =)
heute hatten wir den ersten koller und haben in der stadt pizza gegesse..war das geil! nacher gehen wir schokolade kaufen

party: letzten samstag waren wir in den westlands (posh stadtteil von nirobi) auf clubbing tour. sind mit nem geilen partymatatu15sitzer mit ledersitzen und tft bildschirm mit hiphop videos und disco beleuchtung) hingefahren und haben spass gehabt...getrunken getanzt usw 9 weisse und genausoviele kenianer. war echt geil. am naxechstn tag waren drei von uns krank mit ner bakteriellen entzuendung (unter anderem ich) und die anderen beiden mussten ins hospital weils so heftig war. mittlerweile gehts uns allen wieder gut =)

ach ja meine handynummer ist +254 714 674 262
sucht euch ne billigvorwah ausm internet raus und ruft mich fuer 7cyt pro minute an!! wuerde mich echt freuen!!


ok das reicht ers mal fuers erste. alles in allem fuehl ich mich hier verdammt wohl. die leute sind sooo nett und es macht einach richtig spass. uebermorgen werden wir vom orientation camp in die projekt freiheit entlassen und starten unser richtiges leben in kenya!

denkt an mich und meldet euch!

kwa heri na tutaonana badaye warafiki yangu

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